Altreichenau/Neureichenau. Zehn Kinder aus der Pfarrei St. Sigismund und dreißig Drittklässler aus St. Leonhard empfingen in zwei bewegenden Festgottesdiensten das Sakrament der Ersten Heiligen Kommunion.
Unter der Leitung von Pastoralreferent Franz Wiedemann hatten sie sich mehrere Monate durch regelmäßige Unterweisungen und dem Mitfeiern der Kirchenfeste auf diesen besonderen Tag vorbereitet. Gemeinsame Projekte wie das Knüpfen von Rosenkränzen, das Binden von Palmbuschen oder das Basteln von Tischkerzen stärkten ihre Gemeinschaft zusätzlich.
Festlich gekleidet in weiße Alben zogen die Erstkommunionkinder mit ihren Kerzen in einer feierlichen Prozession mit Pfarrer Dragula, Franz Wiedemann und den Ministranten in ihre jeweilige Heimatpfarrkirche ein, wo sie in Altreichenau vom Kinderchor „Die Kirchenmäuse“ und eine Woche später in Neureichenau von der „Gruppe David“ musikalisch empfangen wurden.
Pfarrer Emil Dragula begrüßte alle Festgäste und Pfarrangehörigen. Im Wechsel mit den Erstkommunionkindern hob Franz Wiedemann im weiteren Verlauf der Feier die Bedeutung des diesjährigen Themas „Licht sein für andere“ anhand ausgewählter Texte aus der Heiligen Schrift hervor.
Nach den Kyrie-Rufen der Kinder leitete der Pastoralreferent über zur Lesung aus dem Buch Genesis. Als Symbol dafür zeigte ein Kommunionkind eine Weltkugel in Form eines Wasserballes. Andere Kinder traten hinzu und trugen abwechselnd die Texte der alttestamentlichen Lesung über den ersten Schöpfungstag vor, während Franz Wiedemann Betrachtungen dazu formulierte. Von Finsternis und Chaos war da die Rede, von Urflut und unheimlichen Wassermassen, die Angst und Schrecken verbreiteten, bis schließlich Gott eingriff, Ordnung schaffte und „Licht ins Dunkel brachte“. „Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. Gott sah, dass das Licht gut war“, zitierten die Kommunionkinder. Durch das Licht verliere das Chaos der Dunkelheit und des Anfangs seine Schrecken. Gott selbst sei das Licht, das unser Leben hell mache trotz mancherlei Schicksalsschläge, erklärte Franz Wiedemann.
Im neuen Testament falle nach seinen Worten nun der Blick auf Jesus, der von sich selbst bezeuge: „Ich bin dieses Licht“ (Joh 8) und an anderer Stelle noch darüber hinausgehe: „Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5,14). Jesus mache es uns vor, wie wir Licht sein können für andere in den Widrigkeiten des Lebens. Seinem Beispiel sollen wir folgen.
Als Zeichen dafür entzündeten Mütter an dieser Stelle die Kommunionkerzen der Kinder.
In den Fürbitten fassten Kinder und Mütter ihre Anliegen in Worte. Pfarrer Dragula dankte am Ende der Fürbitten, dass Jesus immer wieder den Weg aus der Dunkelheit des Lebens ins Licht zeige.
Voller Ehrfurcht erlebten die jungen Christen schließlich den großen Augenblick, in dem sie zum ersten Mal den Leib Christi empfangen durften. Mit einem Gebet im Wechsel gesprochen dankten sie für den Empfang dieses bedeutenden Sakramentes.
Mit Kyrie-Rufen, Fürbitten und einer Gabenprozession gestalteten die Kommunionkinder des Pfarrverbandes zwei Dankfeiern zum Abschluss ihrer Erstkommunion. Als Symbole brachten sie Brot und Wein, eine Kerze („Licht sein für andere“), eine weiße Albe (Zeichen für Jesu Einladung zu seinem Festmahl) und eine Blume (Zeichen für Gottes Schöpfung und zum Dank an alle Eltern und Helfer) zum Altar und schauten damit voller Dankbarkeit zurück auf den Tag ihrer Ersten Heiligen Kommunion.
Text und Bilder: Marianne Schmid
Internetauftritt: Armin Urmann

